26. März 2025
Jahr für Jahr das selbe Spiel: Am Sonntag wird wieder die Zeit umgestellt, die Uhrzeit rückt eine Stunde vor. Das heißt, am Morgen zeigt die Uhr neun, wenn es eigentlich erst acht Uhr ist.
Ein Aspekt, der dabei vermutlich weniger Beachtung findet betrifft Menschen, die regelmäßig Medikamente einnehmen. Muss die Einnahme zu einer festen Uhrzeit geschehen, ist der betreffende Zeitpunkt idealerweise mit zu verschieben, nach der Umstellung auf Sommerzeit und für deren Dauer also eine Stunde später als zuvor.
Ein weiterer Grund, der eher für das Unterlassen einer Zeitumstellung spricht und zugleich, wofür ich plädiere. Aber egal, es gibt Schlimmeres.
Es ist inzwischen schon hinlänglich diskutiert worden, wie unzutreffend die Bezeichnung 'Soziales Netzwerk' ist. Wozu auf solchen Plattformen teilnehmen, wenn das zu wenig oder keiner Resonanz führt?
Ich verstehe beispielsweise mein Benutzerkonto auf Mastodon eher als einen Kommunikationskanal, der als Möglichkeit besteht: Wer wollte, könnte mir darüber eine Direktnachricht senden und ich hätte dieselbe Möglichkeit mit anderen Teilnehmern dort.
Ansonsten ließen sich noch Diskussionen und Meinungsaustausch zu beliebigen Themen denken. Oder Unterhaltung mit Freunden. Aber letzteres macht doch eigentlich im richtigen Leben mehr Spaß als online. Und Diskussionen verlaufen online meistenteils eher ergebnislos bis unerfreulich, auch auf Mastodon - wenn sie überhaupt entstehen. Selbst der Mythos der schnellen Verbreitung von Neuigkeiten mittels Schlagworten funktioniert nicht wirklich schneller als über etablierte, seriöse Nachrichtenkanäle, wenn man mal von irgendwelchen Gerüchten und Unausgegorenem absieht.
Was also soll das?
Vielleicht täusche ich mich, aber ich glaube, langfristig werden sich diese Plattformen als reine Zeitverschwendung totlaufen. Ein Nutzen läßt sich jedenfalls kaum erkennen. Außer vielleicht als ungefiltertes Sprachrohr der Trumps und Musks sowie irgendwelcher B- , C- oder D-Promis dieser Welt, aber was ist schon auf einen Post solcher Zeitgenossen zu geben? Wahrheitsgehalt, Halbwertszeit, Möglichkeit oder Bereitschaft zum Dialog gleich Null. Naja, und Influencer mögen auf manchen 'Sozialen Netzwerken' ihre treue Millionengefolgschaft von Konsumenten haben, wer auch immer das braucht.
Das Märchen, nach dem Teilnehmer mit Prominenten, Politikern und anderen Personen des öffentlichen Lebens in Kontakt treten oder jene Personen des öffentlichen Lebens mit Menschen wie du und ich in Verbindung kommen können stimmt doch nicht. Wer von jenen Personen postet selbst oder wäre in der Lage, auf diesen Ansturm einzugehen?
Was uns wieder zum Ausgangspunkt zurückführt: Unnützes Zeug und Zeitverschwendung.
Wie meist begleitet diesen Beitrag wieder eine Fotografie. Mag es auch sein, dass hier im Journal davon kaum je irgendwer etwas mitbekommt, ist das Zeigen meiner Fotografien hier im Journal wie auch auf den eigenen Fotoseiten mit dem Gedanken verbunden, dass sie sich hier sozusagen auf eigenem Terrain befinden, wo sie gleichsam ihre Heimat haben und hingehören.
Aufnahmen sind auch auf flickr oder - neu - auch auf der Fotoapp zu sehen. Aber nicht zuletzt vor dem Hintergrund der im vorigen Abschnitt thematisierten Unsozialen Netze sehe ich dieses eigene Terrain hier mehr als das eigentliche Ziel an.
Oft ist der Gedanke, auf das Zeigen von Bildern auf bspw. flickr zu verzichten. Wozu dort posten? Bislang aber möchte ich den Kontakt zu Gleichgesinnten dort nicht missen und sei es nur im Sinne des gelegentlichen gegenseitigen Austausches neuester Bilder.
Schade ist, dass die meisten Teilnehmer es umgekehrt halten und keinen eigenen Auftritt unterhalten. Das würden sie in meinen Augen ihren Bildern durchaus schulden.
Fotografieren, wie auch das Teilen von Bildern in der Online-Welt scheint vielen nicht zu genügen. Es gab eine Zeit, da gründeten die Leute einen Fotoclub. Aber es muss mir mal jemand erklären, was an einem Kollektiv anders ist außer diese Bezeichnung. Schon klar, 'Kollektiv' vermittelt einen anderen, irgendwie höheren Anspruch. Aber erfüllt sich der Anspruch allein durch die Namensgebung?
Oft ist es so, dass jemand, von dem Aufnahmen gerade noch online zu sehen waren mit einem Mal mit seinen Bildern von der Bildfläche zu verschwinden scheint, sobald er einem Kollektiv angehört. Sollte es nicht umgekehrt sein und von jemandem, der derart tolle Fotos macht, dass er von einem Kollektiv eingeladen wird, eher weiterhin tolle Bilder zu sehen sein sollten als kaum bis garkeine mehr? Weit gefehlt. Das ist Teil der Strategie: Die 'Arbeiten' des Künstlers werden fortan bevorzugt in Ausstellungen oder Publikationen gezeigt, oder, wenn sich dafür kein Galerist oder Redakteur findet lieber garnicht. Für die Online-Welt fallen allenfalls noch einzelne Kostproben des Meisters ab.
Für mich klingt das wie Schall und Rauch, Selbstüberschätzung und 'Self Fulfilling Prophecy'. Wer meint, derart zu Höherem berufen zu sein als der erste beste Gelegenheitsknipser oder sonstwie Spaß daran hat: Nur zu, kollektiviert euch. Die Bildergebnisse bleiben dieselben und was zählt sind einzig die Bilder. Die werden nicht besser, wenn man sie sich gegenseitig in Kollektiven, Ausstellungen, Publikationen oder Wettbewerben schönredet.
Im Gegenteil. Was in Ausstellungen, Publikationen oder von Kollektiven zu sehen ist, kommt - mit wenigen Ausnahmen - nicht annähernd an die Größe 'Alter Meister' heran, und wenn, ist es nicht selten einfach eine Fotografie, die so auch auf flickr oder anderswo in der Online-Welt zu sehen ist. Umgekehrt ist es ebenso: Obwohl natürlich stets so getan wird, unterscheidet sich, was in Ausstellungen zu sehen ist, oft nicht von der Qualität auf flickr oder Instagram, manchmal ist letzterer Inhalt auch besser.
Mit oder ohne Kollektiv, das Bild spricht stets für sich. Und Kunst liegt wie immer im Auge des Betrachters.
Meist kommen Filme mit eingebetteten Ton- und Untertitelspuren, was es erforderlich macht, beim Abspielen mit irgendwelchen Steuerungselementen herumzuwursteln, mit denen die richtige Audio- und Untertitelspur eingestellt wird. Freilich ist das unnöig, weil man einen Film immer in deutsch sehen möchte und Untertitel im Normalfall allenfalls für fremdsprachliche Dialoganteile braucht, mithin also auf alle anderen Spuren verzichten kann.
Wenn auch viele Abspieler hierfür erlauben, entsprechende Standardeinstellungen zu hinterlegen, kommt es beim Abspielen immer wieder vor, dass jene Standardeinstellungen nicht greifen und abermals besagte Wurstelei nach sich ziehen.
Solchen Fummeleien hilft ein Werkzeug wie ffmpeg ab, indem es die gewünschten Audio- und Untertitelspuren in Dateien extrahieren und nicht benötigte Spuren entfernen kann. Zuguterletzt muss dem Abspieler nur noch mitgegeben werden, welche Audio- oder Untertiteldatei verwendet werden soll.
Tango und Calypso regeln das für Untertitel neuerdings ganz automatisch, indem einfach immer dann eine Untertiteldatei verwendet und angezeigt wird, wenn sie so heißt wie die Datei des Films und mit .srt
endet.
Auch, wenn das Licht wetterbedingt aktuell wieder schlechter ist, der phänologische Wetterumschwung hat den Winter nicht nur auf dem Kalender sondern auch faktisch hinter sich gelassen, was Bequemlingen wie mir über kurz oder lang wieder zu mehr Fotografien verhelfen wird. Und auch zu mehr Bewegung. Natürlich beides ein Grund zur Freude.
So viele Themen, so wenig Zeit. Für den Moment wollen wir es damit bewenden lassen. Der nächste Beitrag kommt bestimmt.
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