Giftmischer

30. Juli 2026

 

fotoAuf einer Campingreise ist es manchmal schwierig, lückenlos frische Lebensmittel zu erhalten. Konserven und Fertigpackungen sind eine praktische Ergänzung, um unterwegs auch mal einen Tag oder zwei ohne selbst gemachten Brotaufstrich oder frisches Gemüse usw. auszukommen.

Es genügt in der Regel, zwei oder drei Rationen mitzunehmen und im Falle des Verbrauchs unterwegs wieder nachzukaufen, dann wird dafür auch wenig Stauraum benötigt. Selbiges gilt für Lebensmittel, die im Kühlschrank aufbewahrt werden müssen.

Konserven und Fertigpackungen haben gegenüber den selbst zubereiteten Lebensmitteln allerdings noch immer häufig den Nachteil, Konservierungsstoffe zu enthalten. Das ist ärgerlich, denn längst gibt es Alternativen ohne unnötige Zusatzstoffe. Ein Beispiel dafür ist uns vielfach in Frankreich begegnet: Abgepackte Hähnchenbrust in Scheiben ohne Nitritpökelsalz.

Fast jeder Laden in Frankreich führt diese Produkte. Nicht nur Hähnchenbrust, auch andere Wurst- und Fleischwaren werden ohne Nitritpökelsalz angeboten. 

Vegetarier werden hiervon nicht angesprochen sein. Und auch wir haben unseren Fleisch und Wurskonsum sehr gedosselt. Ich aber esse trotzdem noch manchmal gern ein selbst belegtes Baguette mit Hähnchenbrust, Tomate, Salat, Käse und Dressing oder eine ähnliche Kombination. 

In Deutschland wird immer lang und breit darüber diskutiert, ob solche Zusatzstoffe schädlich sind und in welchen Konstellationen sowie mit welcher Wirkung. Die Diskussionen scheinen endlos weiter zu gehen. Und gehen doch allesamt in die falsche Richtung.

Es ist doch egal, wie schädlich Nitritpökelsalz ist, wenn es ganz weggelassen werden kann. Entsprechend obsolet sind Diskussionen darüber. Leider sucht man in Deutschland derlei Produkte vergeblich. Fehlanzeige bei Rewe, Lidl, Aldi, Globus. Nur bei Alnatura sind zur Zeit solche Waren erhältlich. Wie in Frankreich sollte sich das auch hier ändern und in allen Läden zum Normalfall werden. Oder am besten gleich EU-weit die weglassbaren Zusatzstoffe verbieten.

Was nicht nötig ist, gehört nicht in Lebensmittel. Frankreich macht es vor: Unnötiges einfach weglassen.

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Heute eine Fotografie von der Meenzer Fassenacht. Kein Bezug zum heutigen Beitrag, wenn man einmal von der Packung »Bonbons auf Beinen« und ihrem Zusammenhang zu (schädlichen?) Lebensmitteln absieht.

Bild:
Mainz, Februar 2025
Summicron-M 28, Kodak Ultramax
© Ulrich Hilger





 

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