27. Juli 2026
Es war für uns immer ein Sehnsuchtsgedanke, viel Zeit zum Reisen zu haben. Inzwischen ist es so und ich verliere manchmal aus dem Blick, dass das alles andere als selbstverständlich oder der Normalfall ist.
Zwei ganze Arbeitsleben lang teilten wir besagte Sehnsucht ewig unerfüllt mit allen anderen Erwerbstätigen im Land, fuhren brav mit den Kinden in den Sommerurlaub und tummelten uns in der Hochsaison an überfüllten Ferienorten.
Das muss ich korrigieren: Die überfüllten Ferienorte besuchten wir nur, wenn wir einmal davon abrückten, nicht in die von uns eigentlich bevorzugte, nicht überfüllte Ferienregion zu fahren, um auch mal etwas Abwechslung in unsere Urlaubsreisen zu bringen. Aber dennoch. Es war etwas völlig anderes als heute.
So bitter es auch ist, dass zeitgleich mit unserem Ruhestand sehr ernste gesundheitliche Einschränkungen einsetzten, sind wir wild entschlossen, dies nicht zum Anlaß zu nehmen, die Freude an dieser neu gewonnenen Freiheit trüben zu lassen, so lange es irgend geht, insbesondere, da wir nicht wissen, wie viel dieser Zeit noch bleibt. Es ist uns daher bewußt, wie besonders und kostbar diese Zeit ist.
Diese besondere Kostbarkeit im Blick habend entstehen die Reiseberichte auf »Die Ferne« und halten fest, was wir mit dieser Zeit so alles anfangen.
Nach gleich mehreren Dingen, die uns letztes Jahr abhielten, die ansonsten da schon bestandenen Möglichkeiten umzusetzen, haben wir in diesem Jahr weitgehend freie Bahn zum Reisen. So ist unsere im Frühjahr unternommene Fahrt im neuesten Reisebericht inzwischen festgehalten.
Fortsetzung folgt.
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Tragisch, dass just in der Region um Bordeaux, wo wir während dieser Fahrt ebenfalls waren, nun so verheerende Feuer toben. Die Vorstellung, dass nur wenige Wochen nach unserem Aufenthalt diese aus eigener Erfahrung erlebte wunderschöne Gegend am Cap Ferret und dem Bassin d´Arcachon nun womöglich ein Raub der Flammen werden könnte, lässt uns mit den dortigen Bewohnern und Feriengästen bangen und hoffen.
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Die heute im Journalbeitrag gezeigte Fotografie ist ebenfalls von dieser Reise und ergänzt zudem die Rubrik »observer« (Menü archiv - öffentl. raum - observer) auf den Fotoseiten. Die Rubrik beschäftigt sich anhand von Begebenheiten und Beobachtungen, die aus dem öffentlichen Raum gegriffen sind, auf ihre eigene Art mit dem Thema Ferne.
Dabei ist die hier gezeigte Aufnahme von einem Ort, der es möglicherweise wie kein zweiter erlaubt, in einem deratig urbanen Umfeld auf diese Weise in die Ferne zu blicken.
Bild:
Blois, Mai 2026
Kodak Vision 3 500T, Summicron-M 28
© Ulrich Hilger
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