3. April 2026
Schon wieder mehr als eine Woche seit dem letzten Beitrag im Journal. Kaum war der März da, ist inzwischen ist der April angebrochen. Wo ist die Zeit geblieben?
Das Thema »Energiewende« gestaltet sich zäh, hieran habe ich in den vergangenen Tagen einige Zeit verwendet. Die baulichen Gegebenheiten sind schwieriger als gedacht und Anbieter sind ebenfalls nicht so reich gesät, wie es Angebote im Internet nahelegen.
Immer, wenn eine konkrete Anfrage von uns bei diesen Anbietern eingeht, hat man als Kunde seine liebe Not, die vollmundigen Versprechen auch wirklich einzulösen. Die typische »Kunde droht mit Auftrag« Situation. Und dabei haben wir es noch nicht einmal sonderlich eilig. Aber egal, so langsam verdichten sich die Möglichkeiten und wir werden wohl bald auftragsreif sein.
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In diesem Zusammenhang wundert mich schon sehr lange, dass noch immer keine Lösung existiert, mit der sich Wasserstoff für Privathaushalte besser nutzen ließe. Ein toller Beitrag in der Mediathek zum Thema beschreibt meine Vorstellung: Link.
Während besagter Beitrag seinen Schwerpunkt bei der Speicherung setzt und in dem Punkt genau meine Wunschvorstellung trifft, wäre auch noch ein anderer Ansatz spannend: Es gibt inzwischen auch schon Brennstoffzellenheizungen fix und fertig als Heimgerät zu kaufen. Allerdings sind diese durchweg mit der Notwendigkeit behaftet, einen Gasanschluss zu benötigen. Diese Geräte wandeln Erdgas in Wasserstoff und speisen diesen als Energiequelle in die Brennstoffzelle. Wie seltsam ist das denn?
Viel eleganter erscheint mir eine Brennstofzellenheizung, die mit einem Elektrolyseur gekoppelt ist, der Wasserstoff direkt aus Wasser gewinnt und in die Heizung einspeist, so wie es deren Heizbedarf jeweils gerade erfordert. Wo dann der Strom für die Elektrolyse herkommt ließe sich wahlweise gestalten: Entweder von der hauseigenen Solaranlage oder aus dem Stromnetz.
Wie auch immer, das ist für Verbraucher so (noch) nicht erhältlich. Zudem scheint der direkte Vergleich, wieviel Energie hineingesteckt werden muss um soundsoviel Heizwärme zu erzeugen, zwischen Brennstoffzellenheizung und Wärmepumpe klar für die Wärmepumpe auszugehen.
Also ist die Wärmepumpe die naheliegendste Wahl für eine von fossiler Energie unabhängige Heizung.
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In puncto Fotografie mäandern die Aufnahmen der letzten Wochen und Monate sich durch zahlreiche Inhalte. Die Reihe »stadtbilder« auf den Fotoseiten (Menü > archiv > strecken > stadtbilder) knüpft zum Beispiel lose an die Stadtbild-Diskussion an, die seither von so vielen Themen überlagert und überholt wurde, dass sie inzwischen nur noch ein Schlagwort geworden zu sein scheint, das ganz unterschiedlichen Auslegungen Ausdruck verleiht.
Auf den Fotoseiten soll diese Rubrik ähnlich wirken und dem Betrachter Raum für Interpretationen liefern ohne selbst eine bestimmte Aussage machen zu wollen.
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Ostern steht vor der Tür und es ist schon absehbar, dass wir wenig später noch auf andere Weise vom üblichen Trott abgelenkt sein werden, so dass es hier im Journal wohl für einige Zeit stiller werden wird. Die Jahreszeit lässt uns den Fokus ohnehin zunehmend auf andere Dinge richten und schließlich ist es auch langsam Zeit für wieder »raumgreifendere« Aktivitäten. Nach einer ungewohnt langen Winterpause müssen wir uns darauf ersteinmal wieder umstellen.
Schöne Feiertage!
Bild:
Frankfurt, Oktober 2023
Kodak Portra 160, Summicron-M 28
© Ulrich Hilger
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