26. Februar 2026
Während die Regierung zunehmend verzweifelter die Gas- und Öl-Branche zu alimentieren versucht, stimmen die Bürger weiter mit den Füßen ab und investieren freiwillig von ganz allein in erneuerbare Energien. Die Sprit-, Strom- und Gasrechnungen regeln das auf ihre Weise, da helfen auch kein aufgeweichtes Gebäudeenergiegesetz oder der Rücktritt vom Verbrenner-Aus.
Von jüngsten Regierungskapriolen dieser Art unberührt schreitet im Hause Hilger die persönliche Energiewende voran.
Freitag stand schon um 7 Uhr der Elektriker auf der Matte und hat die Gerätschaften im Hausanschlußraum miteinander verschaltet. Und wichtig: Den neuen Zähler des Verteilnetzbetreibers gesetzt sowie die Vorbereitung für die gesetzlich vorgeschriebene Steuerung seitens des Verteilnetzbetreibers.
Ferner wurde noch eine von innen schaltbare, korrekt ertüchtigte Außendose gesetzt, von der aus wir - wenn vorhanden - Solarstrom abzweigen können, um etwa das E-Auto zu laden oder auch die Wohnraumbatterie des Bulli. 3,7 kW und ein langes, ebenfalls passend ertüchtigtes Kabel reichen uns und wir brauchen auch keine Wallbox.
Bis der Netzbetreiber sich bequemt, seinen Verwaltungsakt zu vollziehen, wird es noch keine Einspeisung ins öffentliche Netz geben. Unsere Priorität liegt ohnehin im Eigenverbrauch so dass gestern die Anlage nun schon einmal für den Eigenverbrauch in den produktiven Betrieb genommen wurde.
Welch ein Moment: Wir haben Strom von der Sonne.
Mehr Strom als der bisherige Bedarf unseres Haushalts erfordert. Freilich nur, wenn die Sonne scheint, aber dank Batteriespeicher immerhin auch vor Sonnenauf- und nach Sonnenuntergang. Da geeignete Langzeitspeicher noch reine Zukunftsmusik sind, müssen wir uns zwar mit der winterlichen Dunkelflaute abfinden, aber trotzdem: Ein beachtlicher Fortschritt.
Dass jeder Haushalt für sich selbst Strom erzeugt und dazu ausschließlich die Energie der Sonne nutzt ist zum Greifen nah. Im privaten Umfeld könnte damit vollständig auf Energieversorger und Netze verzichtet werden. Ein faszinierender Gedanke. Aber auch jetzt schon lässt sich der Verbrauch beim Stromversorger dramatisch senken.
Kaum zu glauben, dass schon wieder ein halbes Jahr um ist, aber so lange hat es gedauert, beide Vorhaben in die Tat umzusetzen: Jetzt ist für uns das Kapitel »Photovoltaik« komplett und knüpft nahtlos an das ebenfalls vollzogene Kapitel »E-Auto« an.
Bild:
Die Energie sonnendurchfluteter Tage bleibt nicht mehr ungenutzt,
Frankfurt, Oktober 2024
Kodak Portra 400, Summicron-M 28
© Ulrich Hilger
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