Kurios

27. Februar 2024

 

foto Auf dem Mobile World Congress wurde gerade ein "KI-Handy" vorgestellt, das ohne Apps auskommen soll. Ist das nicht kurios? Früher nannte man das Konzept 'ohne Apps auskommen' mal 'Browser', d.h., bevor mit iPhone und Konsorten plötzlich das Konzept von lokal installierten Apps wieder aus der Schublade geholt wurde, wo es zugunsten des Internets gerade erst im Begriff war zu verschwinden.

Das Gegenteil versucht Apple gerade motiviert vom EU Digital Markets Act: Progressive Web Apps sollen auf iOS nicht mehr unterstützt werden. Apple meint mit einem Mal, das sei ja irgendwie unsicher und nur sicher hinzubekommen, wenn Apple-eigene Lösungen wie z.B. Webkit oder Safari und nichts anderes zur Ausführung eingesetzt würden.

Das war schon Quatsch, als derlei Behauptungen noch von IBM oder Microsoft kamen. Apple möchte natürlich nur andere Hersteller von der eigenen Plattform fernhalten und genau darum geht es beim Streit um die neue EU-Gesetzgebung.

Egal. Ein Konstrukt namens Progressive Web Apps gibt es eingentlich garnicht. Es sind einfach Webanwendungen und die laufen ganz ohne App Store einfach im Browser, einschließlich vergleichsweise neuer Möglichkeiten wie beispielsweise server-sent events oder die Geolocation API uvm.

Das ist das Schöne an Software: Geht nicht gibts nicht. Wie schon Marc Andreessen feststellte: Software is eating the world. Das wird auch Apple nicht verhindern.





 

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