4. April 2023
Neulich hat mich bei einer Unterhaltung über Dokumentationswerkzeuge ein Kollege an Obsidian erinnert. Ich hatte das Programm vor einiger Zeit schon einmal ausprobiert, seitdem hat es an Möglichkeiten und Robustheit noch gewonnen. Es ist eine Kombination aus Notizprogramm und Ablage, quasi ein Zettelkasten mit Verknüpfungs- und Verschlagwortungsfunktionen.
Obsidian vereinfacht es, Verknüpfungen zwischen Notizen anzulegen und hält diese auch dann intakt, wenn sie umbenannt oder verschoben werden. Sowohl über Schlagworte als auch mittels Volltextsuche sind Inhalte schnell aufzufinden.
Vorteilhaft ist die Speicherung im Markdown-Format. So lassen sich Textinhalte gut strukturieren und lesbarer gestalten als mit herkömmlichem Text während die Inhalte in einem offenen Textformat verbleiben. Der Editor schaltet nahtlos elegant zwischen Markdown und WYSIWYG-Modus um , so macht das Schreiben richtig Spaß.
Markdown ist obendrein gut im Web verwendbar, ich verwende beispielsweise strapdown.js, um Markdown direkt im Browser darzustellen. Im Vergleich mit dem von mir sonst bevorzugten AsciiDoc kann Markdown zwar nicht mithalten, aber für derlei Notizen ist es eine gute Wahl.
Die Notizzettel verwaltet Obsidian einfach in einem Ordner ('vault'). Das macht es leicht, die Notizen zu transportieren und über verschiedene Geräte hinweg zu synchronisieren. Hierfür ist die Kombination mit Git ideal: Versionsverwaltung und Synchronisierung in einem.
Dieses Werkzeug hat sich in kurzer Zeit schon als Helferlein bewährt und wird sich mit seinen nützlichen Funktionen mühelos in die eigenen Abläufe einbinden.
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