Sturmwarnung

19. März 2020

 

foto Die Bil­der von ital­ie­ni­schen Ar­mee­last­wa­gen, die Ver­stor­be­ne ko­lon­nen­wei­se zur Bei­setz­ung trans­por­tie­ren, ge­hen ziem­lich un­ter die Haut. Las­sen sie noch ei­nen Zwei­fel am Ernst der La­ge?

Kein Zwei­fel ist an der Ent­schlos­sen­heit und Fä­hig­keit un­se­rer Me­di­zi­ner wie auch der Be­reit­schaft der Ein­rich­tung­en. Nun müs­sen al­le oh­ne Aus­nah­me da­bei mit­hel­fen, dass die Ka­pa­zi­tä­ten nicht leicht­fer­tig oder un­nö­tig an ih­re Gren­zen ge­bracht wer­den.

Die Ruhe vor dem Sturm.

Throre schrieb 22.03.2020 02:11

Wir leben gerade mitten in einem Endzeit-Apokalypse-Horror-Science-Fiction-Film! Die Dynamik der konstant steigend steigenden (exponenzielles Wachstum) Fallzahlen sind für viele nicht fassbar. Es gibt einen nicht unerheblichen Teil an infizierten Personen, die (eigentlich glücklicherweise) keine oder nur sehr schwache Symptome entwickeln oder nur noch keine haben und darum gar nicht wissen, dass sie infiziert sind. Darum muss man davon ausgehen, dass die Dunkelziffer von Virenverbreitern deutlich höher ist, als die in Statistiken aufgeführten Fallzahlen. Fachleute gehen teilweise von einer bis zu viermal so hohen Zahl an Infizierten aus, als in den Meldungen und Statistiken gemeldet sind. Unwissentlich infizierte Menschen sind eine besondere Gefahr, die die aktuellen drastischen Maßnahmen nur sinnvoll erscheinen lassen. Leider wird sich deren Wirksamkeit zur Ausbreitungsabbremsung wegen der Inkubationszeit von bis zu 14 Tagen auch erst in bis zu zwei Wochen zeigen. Und so lange müssen wir von weiter unverändert schneller zunehmenden Fallzahlen ausgehen. Eine Verdopplung etwa alle drei Tage. Der Zusammenbruch des Gesundheitssystems scheint damit jetzt schon unausweichlich und wir müssen uns auf italienische Verhältnisse einstellen.

Ulrich schrieb 22.03.2020 10:26

Die Zahlen und der exponentielle Verlauf lassen vorweg nehmen, wann wie viele Menschen Anzeichen einer Ansteckung zeigen. In ein bis zwei Wochen werden vermutlich deutlich höhere Anzahlen hier bei uns bestehen als jetzt.

Es bleibt die Hoffnung, dass schwere Verläufe, die die Versorgung in einer Klink erfordern, die Kapazität nicht überschreiten. Das lässt sich nur beeinflussen, wenn alle Menschen für eine Dauer von zwei, drei, vier Wochen ganz ungeachtet von ihrem Befinden so weit es irgend geht den Kontakt mit anderen Menschen vermeiden.

Auf halbem Wege werden wir dann sehen, ob dieses Verhalten wirkt. Aber Du hast schon Recht: Es steht zu befürchten, dass die vermutlich bereits heute schon bestehende Zahl tasächlicher Ansteckungen (Dunkelziffer) wohl in den nächsten Tagen bereits die Zahl schwerer Verläufe bedrohlich in die Höhe schnellen lassen wird.

Aber wer weiß. Viele Menschen waren ja bereits seit einiger Zeit deutlich zurückhaltender und blieben daheim. Vielleicht hat das ja auch schon bei der Abschwächung des Verbreitungsgrades geholfen.

Thore schrieb 22.03.2020 19:27

Noch viel wichtiger und effizienter als alle Kontakteinschränkungen der gesamten Bevölkerung wären Tests, Tests, Test, um so möglichst ALLE oder wenigstens viel mehr Verbreiter zu identifizieren und zu separieren. Das hätte auch weniger Kollateralschäden als der sicher auch nicht ganz verkehrte bundesweite Hausarrest.

Ulrich schrieb 22.03.2020 23:53

Das stimmt, je mehr Tests desto gezielter und wirkungsvoller die weiteren Maßnahmen. Da gilt es jetzt dranzubleiben.





 

Copyright © Ulrich Hilger, alle Rechte vorbehalten.