Sorgfalt und Nachhaltigkeit

10. Mai 2018

 

foto Ich schaue gerne Fotografien an, das Internet liefert dafür nie geahnte Möglichkeiten der Inspiration. Aber nervt euch das auch so? Vieles passt nicht auf den Bildschirm und muss erst umständlich zurechtgerückt werden.

Inhalte im Web sollten heutzutage keine Schwierigkeiten mit unterschiedlichen Bildschirmgrößen mehr haben und eingebundene Bildinhalte müssen dabei ebenfalls berücksichtigt werden, insbesondere, wenn Fotografie ein Hauptthema eines Webauftrittes ist.

Trotzdem ist Fotografien online angucken in vielen Fällen unnötig umständlich. Fotografie-Enthusiasten sollten mehr Zeit und Sorgfalt in die Präsentation ihrer Werke investieren. Ein Feiertag mit schlechtem Wetter wie heute liefert dazu vielleicht die Gelegenheit, wie wäre es?  

Es muss dafür nicht bei Null angefangen werden, viele freie Komponenten für die Darstellung von Fotos stehen zur Auswahl. Meine bisherigen Favoriten sind Lightbox und Fancybox aber letztenendes kann und sollte jeder selbst schauen und ausprobieren. 

Ist dann der Webauftritt zur Zufriedenheit gelungen, ist nichts auf Dauer langweiliger als ein paar Fotos, die dort abgeladen werden. Will heißen: Sind denn die jeweils vorzufindenden Werke alles, was der- oder diejenige zu bieten hat? Wirklich nichts Neues seit Jahr und Tag?

Kommt Leute, das könnt ihr besser. Natürlich sollte nicht jede Aufnahme frisch aus der Kamera gleich online gehen, eine Vorauswahl sollte schon stattfinden. Aber mal eine neue Fotografie zusätzlich zu den hinlänglich bekannten kann gelegentlich nicht schaden oder wollt ihr sagen, dass ihr nicht immer wieder mal zur Kamera greift und neue Bilder macht?

Und wo wir schon dabei sind: Im Netz gibt es viele Publikationen zur Fotografie, die regelmäßig Beiträge zeigen. Dort als Fotograf erwähnt zu werden freut gewiss jeden, den es trifft.

Als Leser fühle ich mich allerdings verhohnepiepelt, wenn renommierte Online-Adressen Fotografien eines 'Künstlers' zeigen und meistenteils mit Recht loben, wenn der Besuch der dann von da verlinkten Webseite nicht mehr hat als das und über die Zeit auch nichts dazu kommt. Als 'One Hit Wonders' würde ich solche Bilder bezeichnen und zuviel davon schadet eher als es nutzt.

Jedes blinde Huhn findet mal ein Korn und landet mit dieser Leistung nicht bei National Geographic. Eine Redaktion kann und sollte zuvor prüfen was sie empfiehlt.

Von jemandem der selbst gerne Fotos macht, dessen auch über die Zeit nicht überdrüssig wird und mithin versucht, kontinuierlich selbst einem gewissen eigenen Anspruch gerecht zu werden der Wunsch an die seriösen Fotografie-Schaffenden: Mehr Nachhaltigkeit, bitte! 

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Fotos:
Kleinmarkthalle, Frankfurt
Dezember  2017
Fuji Venus 800, Summilux-M 35





 

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