Pause

18. Juni 2021

 

foto Wieder ein Sommer. Ein Wechsel vom Winter, wie er sich selten plötzlicher vollzog. Und noch immer ruht die Kamera, ohne, dass in langer Zeit ein Bedürfnis nach Bildermachen entstand.

Das Licht könnte kaum besser sein dieser Tage, das ist es nicht. Es ist dieser fortwährende Wunsch nach Abstand.

Fotografie ist Zugewandtheit, Nähe, Empathie, Interesse, Neugier. Zurückhaltung oder ein Bestreben nach Kontrolle sind da fehl am Platze. Viel Raum aber keiner für Spontaneität. Es wird viel Zeit brauchen für eine vollständige Abkehr vom Pandemie-Modus. Und noch ist ohnehin unklar, wann die Umstände unsere Instinkte vollständig zerstreut haben werden.

Zeit einstweilen zur kreativen Pause, zur Besinnung auf - ja was? Visuelle Inspiration.

Thore schrieb 18.06.2021 23:44

Das mit dem Abstand können wir meinetwegen gerne beibehalten (da spricht der Norddeutsche ;-). Ich freu mich schon, wenn die Abstandsregeln aufgehoben werden und wir von den 1,5 m dann wieder auf 5 m gegen können.

Aber zum Fotografischen: Dann mal raus mit längerer Brenntweite. Mach da beste draus. Geht auch gut. Hauptsache den Auslösefinger gelenkig halten.

Ulrich schrieb 19.06.2021 13:11

Das stimmt, ich meide großes Gewimmel auch lieber. Nicht beim Fotografieren allerdings, da bin ich gerne nahe dran. 200mm sind nichts für mich, ich bin da eher der 28mm-Typ.

;-)

Aber danke Dir sehr, Du hast schon Recht, man muss das Beste draus machen. Irgendwann werde ich auch wieder mit der Kamera losziehen.

Thore schrieb 19.06.2021 13:28

Muss ja nicht gleich 200 sein. Probier mal was um 85 oder 105 oder so. Vielleicht reichen ja sogar schon 50 mm.

Ulrich schrieb 19.06.2021 13:49

Das habe ich ausprobiert, gelegentlich nehme ich tatsächlich das 50mm, aber ich stelle fest, dass in den meisten Fällen 35 oder 28mm meine Sichtweise am besten wiedergeben.

In vielen Situationen weiß ich, das ist der Moment. Solche Momente stellen sich für mich erst ein, wenn ich mich in Szenerien hinein begebe. Meine Füße wissen, wo sie mit mir hin wollen und das Auge sagt irgendwann 'jetzt'. Mit 28 oder 35mm kann ich dann die Kamera nehmen und da wo ich bin sofort auslösen.

Mit 50mm laufe ich an vielen Bildern vorbei, weil ich mit dieser Brennweite zu nahe dran bin oder weil aus der für 50mm nötigen Entfernung mir kein Bildausschnitt und Blickwinkel ins Auge gelangt, der passend erscheint.

Thore schrieb 19.06.2021 18:46

Sabbel nich! Hoch mit dem Hintern! Darum ja: Raus aus der Komfortzone! Schraub Dir ein 85er oder länger an irgendeine Kamera. Geh raus, nicht unter drei Stunden, und mach Bilder! Zur Fingerübung tut es auch eine digitale Kamera. Vollkommen egal, ob oder was dabei rauskommt. Hauptsache Du tust es, machst Bilder und trainierst Deine Sichtweise. Tu es!

Ulrich schrieb 19.06.2021 21:35

Ha! Schon richtig, man muss sich erst mal aufraffen, sonst wird es nichts. Mal sehen..

:)





 

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