Reset

27. Mai 2018

 

foto Jetzt habe ich meinen Klapprechner schon bald fünf Jahre und möchte eigentlich keinen anderen. Klar, mehr Akkulaufzeit wäre immer gut aber auch die ist konstant gut geblieben. Seinerzeit hatte ich das werksseitig installierte Windows entfernt und Ubuntu installiert. 

Das ging bis vorgestern gut. Schon länger war ich mit den neuesten Veränderungen von Ubuntu nicht mehr so glücklich. Und dann liess sich das System mit einem Mal überhaupt nicht mehr nutzen. Der Rechner fuhr hoch, dann war Feierabend. Der Anmeldebildschirm war zu sehen aber eine Anmeldung gelang nicht mehr. Fehlanzeige auch bei einer Anmeldung über SSH von einem anderen Rechner aus.

Bestimmt ist das für einen eingefleischten Linux-Experten ein Klacks und er weiß sofort wo er hingreifen muss um das System wieder zu reparieren. Ich aber war aufgeschmissen.

Glücklicherweise habe ich keine ungesicherten Daten auf dem Rechner, so fiel die Entscheidung leicht: Platt machen und das System kurzerhand neu aufsetzen. Man könnte meinen, der Rechner wollte meiner Unzufriedenheit mit Ubuntu ein Ende setzen denn tatsächlich las ich unlängst Gutes über die neueste Fassung von Fedora. Gesagt getan, nun ist Fedora 28 drauf und macht zunächst mal eine recht gute Figur. 

Ich hoffe, dass die Störung kein Anzeichen einer Schwäche der SSD ist, diese neigen ja mit zunehmender Nutzungsdauer zum Totalausfall. Leider kann man sie bei diesem Gerät nicht tauschen, es wäre tatsächlich ein Totalverlust und ich müsste wahrscheinlich sehr lange suchen um ein gleichartiges Gerät zu finden, von den Kosten gar nicht zu reden.

Also der SSD die Daumen drücken und mit Fedora weiter arbeiten. Wenn es sich gut macht ist eines der nächsten Projekte, Fedora auch auf dem Server einzusetzen und dabei stärker die Virtualisierung zu nutzen. Von Fedora gibt es neuerdings eine 'atomare' Variante, die sich wahrscheinlich gut für den Einsatz mit Virtualisierung und Docker eignet. 

Ich werde berichten.

Die Fotografie, die diesen Beitrag begleitet, entstand in Wiesbaden und ergänzt die Reihe Fundstücke. Vielleicht kann der alte Stiefel im übertragenen Sinn den Zustand von Ubuntu symbolisieren. Ziemlich ausgelatscht und zumindest von mir in diesem Zustand schließlich zurückgelassen. 

Foto:
Wiesbaden, April 2018
Kodak Portra 160, Summilux-M 35





 

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